Die Art, wie wir arbeiten, verändert sich. Neue Generationen bringen auch immer neue Wünsche und Bedürfnisse mit – darauf müssen sich Arbeitgeber einstellen. Hinzu kommt die stetige Digitalisierung von Kommunikationsmitteln, Prozessen und des generellen Alltags.
Ein bedeutendes Schlagwort der letzten Jahre ist „Work-Life-Balance“. Viele Menschen denken um: weg vom klassischen Nine-to-Five-Job und hin zu flexibleren Arbeitsmodellen und Teilzeit.
Immer mehr Personaler:innen fragen sich daher: Wie kann ich meine Teilzeit- in Vollzeitkräfte umrechnen?
FTE steht für Full Time Equivalent – also Vollzeitäquivalent (VZÄ). Allerdings ist die Abkürzung „FTE“ auch im deutschen Sprachgebrauch stark etabliert. Gemeint ist eine rechnerische Größe, mit der HR-Verantwortliche die Arbeitszeit messen. Dabei lautet die grundlegende Frage: Wie lassen sich Teilzeit- und Vollzeitmitarbeiter:innen rechnerisch vereinen?
Das VZÄ sagt nicht, wie viele Angestellte tatsächlich in einem Unternehmen arbeiten, sondern beschreibt die vorhandene Arbeitsleistung als Zeitwert. Per Definition ist FTE eine abstrakte Vergleichsgröße, die die strategische Personalplanung unterstützt.
Ein FTE gibt das Personal nicht in realen Zahlen wieder. Stattdessen rechnen Personaler:innen die gesamte Arbeitszeit inklusive Teilzeitmodellen mit dem Vollzeitäquivalent auf fiktive Vollzeitstellen auf.
Die Rechengröße beantwortet, wie viel Personalkapazität ein Unternehmen hat – so können Sie beispielsweise den Personalbedarf zuverlässig bestimmen. Daher gilt: Mit einem exakt berechneten FTE können Sie Ihre Planung stark optimieren und Ihr Recruiting möglichst effizient gestalten.
Wenn Personaler:innen das Full Time Equivalent berechnen, erfahren sie, wie viele fiktive Vollzeitstellen sich aus den tatsächlich vorhandenen Stellen unabhängig vom jeweiligen Arbeitszeitmodell ergeben.
Ein VZÄ oder FTE mit einem Wert von 1,0 entspricht der Arbeitszeit einer Vollzeitkraft. Als Rechenbasis gilt in Deutschland eine tägliche Arbeitszeit von acht Stunden. Daraus ergeben sich diese allgemeinen Werte:
• Wöchentliche Arbeitszeit: 5 Tage × 8 Stunden = 40 Stunden
• Jährliche Arbeitszeit: 52 Wochen × 40 Stunden = 2.080 Stunden
Somit umfasst ein FTE oder VZÄ mit dem Wert 1,0 eine jährliche Arbeitszeit von 2.080 Stunden.
Es gibt online viele FTE-Rechner, doch Sie können das Vollzeitäquivalent auch selbst in vier Schritten ermitteln:
1. Bestimmen Sie die Gesamtanzahl der Arbeitsstunden aller Teilzeitkräfte.
2. Ermitteln Sie die Gesamtanzahl der Arbeitsstunden aller Vollzeitkräfte.
3. Addieren Sie die Gesamtanzahl der Arbeitsstunden aller Teilzeit- und Vollzeitkräfte.
4. Dividieren Sie die Gesamtstundenanzahl durch die Vollzeitstunden pro Jahr.
Mit dieser Formel berechnen Sie den FTE:
Teilzeitarbeitsstunden + Vollzeitarbeitsstunden / allgemeine Jahresstundenanzahl = FTE
Ihr Unternehmen beschäftigt zwei Teilzeitkräfte, die jeweils 25 Stunden pro Woche und 30 Wochen pro Jahr arbeiten, sowie vier Teilzeitkräfte mit jeweils 20 Stunden pro Woche und 40 Wochen pro Jahr:
• 2 × 25 × 30 = 1.500 Teilzeitarbeitsstunden
• 4 × 20 × 40 = 3.200 Teilzeitarbeitsstunden
In Ihrem Unternehmen arbeiten 15 Vollzeitkräfte für jeweils 40 Stunden pro Woche und 52 Wochen pro Jahr:
• 15 × 40 × 52 = 31.200 Vollzeitarbeitsstunden
Wenn Sie die Werte zusammenrechnen, erhalten Sie die Gesamtanzahl aller Arbeitsstunden:
• 1.500 + 3.200 + 31.200 = 35.900 Gesamtarbeitsstunden
Das FTE ergibt sich, indem Sie die Gesamtarbeitsstunden durch die jährlichen Vollzeitstunden (allgemeingültiger Wert) teilen:
• 35.900 / 2.080 = 17,26 (gerundet)
Somit liegt die jährliche Personalkapazität unabhängig vom Arbeitszeitmodell bei 17,26 Vollzeitkräften.
Sie können das Vollzeitäquivalent auch pro Tag oder pro Monat bestimmen.
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