Verkaufen mit LinkedIn / Ressourcen / Vertriebsglossar / Sales funnel
Sell with LinkedIn / Resources / Sales terms / Sales funnel
Für angehende Vertriebsprofis ähnelt die Einarbeitung in ihren Beruf zuweilen dem Erlernen einer neuen Sprache. Neben den Grundregeln des Vertriebs gibt es zusätzlich auch verschiedene Strategiekonzepte, mit denen sich Effizienz und Effektivität von Vertriebsmaßnahmen steigern lassen. Eines der bewährtesten ist der sogenannte Sales Funnel.
Mit dem Sales-Funnel-Modell können Sie Ihren Vertriebsprozess sozusagen in kleine Mini-Conversions unterteilen, um diese entsprechend zu optimieren und Ihre finale Conversion Rate zu steigern. Es ermöglicht Ihnen, Schwachstellen in Ihren Vertriebstaktiken zu identifizieren, verschiedene Optimierungsmöglichkeiten zu testen und Ihre Kund:innen gezielter zu unterstützen.
Zunächst einmal gilt festzuhalten, dass Ihre Kund:innen nicht wissen, dass sie einen Sales Funnel durchlaufen. Aus ihrer Sicht zählt einzig und allein das Kauferlebnis. Und sobald Sie dieses aus der Perspektive Ihrer Kund:innen betrachten, wird es Ihnen leichterfallen, es so unkompliziert wie möglich für sie zu gestalten. Dabei gilt: Je einfacher Sie potenziellen Kund:innen ihre Entscheidung machen, desto wahrscheinlicher werden sie auch konvertieren.
Der Sales Funnel besteht unabhängig von Ihrer jeweiligen Branche – seien es Immobilien, Kinderspielwaren, Kleidung oder der B2B-Vertrieb – immer aus drei Bereichen: dem oberen, dem mittleren und dem unteren. In jedem dieser Bereiche stehen unterschiedliche Aspekte im Vordergrund, die einen unterschiedlichen Einsatz von Ihnen erfordern.
Sehen wir uns nun an, wie Sie am besten vorgehen, um Ihren potenziellen Kund:innen in jeder Phase das beste Erlebnis zu bieten. Wie Sie Ihren individuellen Sales Funnel visualisieren möchten, steht Ihnen selbstverständlich frei. Für den Anfang empfehlen sich die folgenden vier Phasen.
Awareness
Im breitesten Bereich des Funnels kann jede:r ein:e potenzielle:r Kund:in sein. Da allerdings nur tatsächlich Interessierte in die nächste Phase vorrücken werden, stellt sich die Frage, wie Sie gezielt und effektiv auf Ihre Marke aufmerksam machen können.
Interesse
Sobald Sie sich die Aufmerksamkeit Ihrer Zielgruppe gesichert haben, können Sie damit beginnen, ihr konkretere und gezielt auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnittene Informationen bereitzustellen. In dieser Phase findet die meiste Interaktion zwischen Ihnen und Ihren potenziellen Kund:innen statt. Hier geht es darum, ihnen alle Informationen für eine fundierte Entscheidung zur Verfügung zu stellen und sie effektiv von Ihrem Produkt zu überzeugen.
Entscheidung
Es gibt verschiedene Taktiken, um Kund:innen in der Entscheidungsphase den letzten Anstoß zum Kauf zu geben. Dies mag einige Anstrengungen Ihrerseits und/oder weitere Anreize in Form von zusätzlichen Angeboten erfordern.
Customer Success
In dieser Phase haben Kund:innen bereits eine Kaufentscheidung getroffen. Unabhängig davon, ob diese zu Ihren Gunsten ausfiel oder nicht, können Sie an dieser Stelle weitere Schritte unternehmen, um Ihre Kundenbeziehung zu vertiefen und nicht in Vergessenheit zu geraten.
Wenn für Sie beispielsweise die Kundenbindung im Mittelpunkt steht, bitten Sie Ihre Kund:innen um Feedback. Senden Sie ihnen eine Umfrage zur Kundenzufriedenheit oder bieten Sie Ihre Unterstützung bei technischen Fragen oder weitere Informationen an.
Wenn sich Prospects letztlich für ein anderes Unternehmen entschieden haben, lohnt es sich, nach den Gründen zu fragen. Kundenfeedback ist äußerst wichtig, um etwaige Schwachstellen identifizieren und Ihren Vertriebsprozess optimieren zu können. Je mehr Sie sich um die Verbesserung Ihrer individuellen Prozesse und der Abläufe Ihres Vertriebsteams bemühen, desto wahrscheinlicher erreichen Sie die richtigen Kund:innen – und desto mehr Abschlüsse werden Sie erzielen.
Basierend auf unserem Modell mit vier Phasen sähe Ihre Sales-Funnel-Vorlage wie folgt aus:
1. Awareness:
Regen Sie mit einer Social-Media-Kampagne mehr Prospects zum Besuch Ihrer Website an.
2. Interesse
Bieten Sie Prospects im Gegenzug für ihr Interesse einen Mehrwert.
3. Entscheidung
Prospects können nun dank der bereitgestellten Informationen eine fundierte Entscheidung treffen.
4. Customer Success:
Fördern Sie die Kundenbindung mit einem interessanten Angebot.
Beispiel: Sales Funnel im Einzelhandel
Nehmen wir einmal an, Sie vertreiben Abonnements für erstklassigen Kaffee und senden Ihren Kund:innen monatlich Kaffeebohnen aus verschiedenen Regionen der Welt. Nach einigen anfänglichen Marktrecherchen wissen Sie, dass Ihre Zielgruppe vorwiegend Instagram und TikTok nutzt, alle Geschlechter umfasst und zwischen 20 und 45 Jahre alt ist.
Im nächsten Schritt erstellen Sie eine neue E-Mail-Liste mit denselben Adressen, um Ihren Kund:innen neuen Content bereitzustellen. So bieten Sie nun etwa an, ihnen für jede dritte Empfehlung eine Packung Kaffee zu schenken oder Ihren Stammkund:innen Rabatte auf bestimmte Merchandise-Ware wie Tassen oder Cold-Brew-Karaffen zu geben. Eine weitere Möglichkeit wären Stempelkarten, mit denen Kund:innen sich ein kostenloses 3-Monats-Abo sichern können.
Beispiel: Sales Funnel in der B2B-Branche
Nehmen wir an, Ihr Unternehmen bietet Dienstleistungen und Beratungsservices im Technologiebereich an. Zu Ihrer Kundschaft zählen vorwiegend Unternehmen mit mindestens 10.000 Mitarbeiter:innen. Ihrer Recherche zufolge besteht Ihre Zielgruppe aus Führungskräften aller Geschlechter aus dem mittleren Management, die auf LinkedIn sehr aktiv sind.
Deshalb posten Sie zur Förderung des Engagements eine Anzeige und einen Beitrag auf LinkedIn, die beide zu einer Landingpage führen, auf der Besucher:innen Informationen zu Ihren Services erhalten. Anschließend nutzen Sie InMail-Nachrichten in LinkedIn Sales Navigator, um Kontakt zu Ihren Leads aufzunehmen und sie zu Prospects zu konvertieren.
Im nächsten Schritt informieren Sie sie dann ausführlicher über Ihre Services. Erklären Sie ihnen, welche Art von Dienstleistungen Sie anbieten, und nutzen Sie die Zielgruppenfilter in Sales Navigator, um gezielt die richtigen Personen anzusprechen.
Genau wie im Beispiel oben könnten Sie auch hier Neukund:innen einen Rabatt oder ähnliche Vorteile anbieten.
Genau wie andere Tools und Modelle bietet Ihnen auch das Sales-Funnel-Konzept unzählige Anwendungsmöglichkeiten. Ganz gleich, ob Sie auf der Suche nach einer Strategie zur Förderung der Verkaufszahlen sind oder „nur“ Ihre Customer Journey visualisieren möchten – der Sales Funnel ist in jedem Fall ein guter Anfang.
Mit LinkedIn Sales Navigator Leads gezielter durch den Sales Funnel leiten