Verkaufen mit LinkedIn / LinkedIn Sales Navigator / Kundenabwanderung reduzieren
So steckt dahinter meist eine Geschichte, die oft mit subtilen Anzeichen ihren Anfang nimmt: nachlassendes Engagement, verpasste Gesprächstermine oder zögerliches Verhalten, wenn es darum geht, neue Verpflichtungen einzugehen.
Unternehmen investieren Ressourcen, um neue Kund:innen zu gewinnen − nur um festzustellen, dass ein Teil davon fast zeitgleich wieder verloren geht. Je höher die Abwanderungsrate steigt, desto größer wird der Druck, das aktuelle Umsatzniveau zu halten – was die Ressourcen auf Dauer unnötig belastet und sich nachteilig auf die Arbeitsmoral auswirkt.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie erfolgreiche Unternehmen diesen Kreislauf durchbrechen. Dafür sehen wir uns bewährte Strategien an, mit denen Unternehmen nicht nur die Abwanderungsrate senken, sondern auch langfristige Partnerschaften aufbauen können.
Mit diesen Insights können Vertriebsteams datengestützte Entscheidungen treffen, um die Abwanderungsrate zu reduzieren und die Kundenbindung zu verbessern. Die Kundenabwanderungsrate lässt sich wie folgt berechnen:
1. Legen Sie den Zeitraum fest, in dem die Abwanderung gemessen werden soll (z. B. monatlich, vierteljährlich oder jährlich).
2. Zählen Sie die Anzahl der Kund:innen oder Accounts, die in diesem Zeitraum verloren gegangen sind.
3. Ermitteln Sie die Anzahl der Kund:innen oder Accounts, die in diesem Zeitraum noch ein Abonnement haben oder vertraglich gebunden sind.
4. Teilen Sie die Anzahl der verlorenen Kund:innen oder Accounts durch die Anzahl der aktiven Kund:innen oder Accounts, um die Abwanderungsrate zu erhalten.
(Verlorene Kund:innen oder Accounts in einem bestimmten Zeitraum / Noch aktive Kund:innen oder Accounts im selben Zeitraum) = Abwanderungsrate
Etablierte Unternehmen weisen meist eine jährliche Abwanderungsrate zwischen 5 % und 7 % und eine monatliche Abwanderungsrate von weniger als 1 % auf.
Start-ups in der Frühphase sowie kleine bis mittelständische Unternehmen müssen mit einer höheren Abwanderungsrate zwischen 10 % und 15 % rechnen.
Wenn beispielsweise ein Start-up-Unternehmen im Bereich Software as a Service (SaaS) am Monatsanfang 200 Kund:innen oder Accounts hat und 50 davon verliert, ergibt das eine Abwanderungsrate von 25 % (d. h. 50/200 = 25 %). In einer solchen Situation ist es für SaaS-Unternehmen daher von entscheidender Bedeutung, die Abwanderungsrate zu senken.
Das lässt sich beispielsweise durch die Verbesserung der Kundenzufriedenheit und -beziehungen sowie die Optimierung der Userfreundlichkeit der angebotenen Produkte oder Serviceleistungen erreichen.
Um die Abwanderungsrate zu senken, gilt es, von Anfang an die richtigen Erwartungen zu wecken und die Kund:innen anschließend proaktiv zu betreuen.
So muss die Zusammenarbeit zwischen Vertriebsteams und ihren Kund:innen frühzeitig im Vertriebsprozess erfolgen, damit diese den Wert des Produkts, die Preisstruktur und die erwarteten Ergebnisse genau verstehen.
Gleichzeitig spielen Kundenserviceteams eine entscheidende Rolle dabei, Beziehungen zu pflegen, Bedenken gleich zu Beginn aus dem Weg zu räumen und die langfristige Zufriedenheit sicherzustellen.
Supportteams sind maßgeblich daran beteiligt, die Kundenbindung zu stärken. Denn sie sind gefordert, potenzielle Probleme erkennen, bevor sie eskalieren und dazu führen, dass Kund:innen abwandern. Mit LinkedIn Sales Navigator können sich Kundenserviceteams über wichtige Neuigkeiten bei Key Accounts auf dem Laufenden halten – wie etwa Jobwechsel, Unternehmenswachstum oder Veränderungen im Engagement – und Ihnen proaktiv relevante Empfehlungen und Lösungen bereitstellen.
Wenn beispielsweise ein:e wichtige:r Entscheidungsträger:in in einem Kundenunternehmen eine neue Position übernimmt, kann das Supportteam der neuen Ansprechperson Unterstützung anbieten, um die Servicekontinuität aufrechtzuerhalten. Ebenso verhält es sich, wenn bei Accounts das Engagement nachlässt. Dann kann rechtzeitiges Nachfragen dabei helfen, Probleme aufzudecken und wertsteigernde Lösungen vorzuschlagen, bevor die Kund:innen sich nach alternativen Anbietern umsehen.
Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über Ihre Zielgruppe und erstellen Sie detaillierte Buyer Personas und ideale Kundenprofile, die sowohl demografische Daten (Alter, Standort, Einkommen) als auch psychografische Merkmale (Interessen, Motivationen, Herausforderungen) des Kundenstamms erfassen.
Die KI-gestützten Erkenntnisse von LinkedIn Sales Navigator gewähren Einblicke in Engagement-Trends, berufliche Updates und gemeinsame Interessen. Damit lassen sich diese Profile verfeinern, um Zielgruppen gezielter anzusprechen und stärkere Kundenbeziehungen aufzubauen. Dieses grundlegende Wissen hilft dabei, besser auf Kund:innen einzugehen und das Angebot auf sie abzustimmen.
Kund:innen bleiben einem Unternehmen eher treu, wenn sie sich gesehen, gehört und geschätzt fühlen – und wenn ihre Bedürfnisse umgehend berücksichtigt werden. Implementieren Sie ein umfassendes Supportsystem, das möglichst viele Kommunikationskanäle abdeckt − sei es E-Mail, Chat, SMS oder Telefon.
Dieser Omnichannel-Ansatz stellt sicher, dass Kund:innen Sie über ihre bevorzugte Kommunikationsmethode erreichen können. So können Sie bei Bedarf leicht Hilfe erhalt
Rückmeldung und Einblicke von Bestandskund:innen und Customer-Success-Teams – sowohl in Bezug auf ihre Arbeit als auch auf ihre Erfahrungen mit Ihrem Produkt oder Ihrer Serviceleistung – sind genauso wichtig, um die Probleme im B2B-Bereich besser nachvollziehen zu können.
Daher sollte Ihre Strategie zur Kundenbindung mehrere Kanäle umfassen, über die sie regelmäßig Feedback geben können. Dazu können Kundenumfragen, Fokusgruppen, Online-Foren und -Formulare oder persönliche Befragungen gehören.
Vertriebsorganisationen können diese Daten dann nutzen, um Änderungen an bestehenden Serviceleistungen, neuen Produktfunktionen und Upgrades oder Anreizen vorzunehmen, um Kund:innen zu halten, die möglicherweise abwandern.
Die Art und Weise, wie ein Produkt- oder Serviceanbieter neue Kund:innen, User:innen oder Abonnent:innen begrüßt, einbindet und schult, wirkt sich von Anfang an auf die Stärke und die Entwicklung der Beziehung aus.
Im Folgenden finden Sie einige Tipps, um die Beziehung zwischen Vertrieb und Kund:innen aufzubauen und die Abwanderung langfristig zu reduzieren.
1. Versenden Sie eine Willkommens-E-Mail oder vereinbaren Sie einen Termin für ein Telefonat, um Einblicke darin zu erhalten, warum neue Kund:innen das Produkt oder die Serviceleistung nutzen möchten und was sie sich davon versprechen. Diese Informationen können Vertriebsmitarbeiter:innen und Account-Teams helfen, während der gesamten Kundenbeziehung die richtige Unterstützung bereitzustellen.
2. Bieten Sie eine Einführungsschulung an, um Kund:innen die Best Practices für die Nutzung des Produkts oder der Serviceleistung zu vermitteln. Wählen Sie je nach Anforderungen Online- oder Offline-Schulungen. Für Kund:innen, die sich mit einer bestimmten Soft- oder Hardware vertraut machen möchten, sind Präsenzschulungen möglicherweise besser geeignet.
3. Planen Sie regelmäßige Check-in-Anrufe, damit neue Kund:innen Fragen zum Service oder zur Nutzung eines Produkts stellen können. So wird sichergestellt, dass sie den maximalen Nutzen daraus ziehen.
Anhand des zuvor eingeholten Feedbacks können Vertriebsorganisationen kontinuierlich Strategien und Pläne entwickeln, um die User Experience mit dem Produkt und den Kundenservice insgesamt zu verbessern. Im Folgenden finden Sie einige Strategien, die sich für viele Unternehmen im B2B-Bereich bewährt haben.
1. Veranstalten Sie Info-Webinare oder -Events, um häufige Herausforderungen anzugehen und neue Produktfunktionen vorzustellen. Oder halten Sie Kund:innen über relevante Branchentrends und Erkenntnisse auf dem Laufenden, die für die Nutzung eines Produkts oder einer Serviceleistung relevant sind.
2. Personalisieren Sie die Customer Experience, indem Sie regelmäßig informative Vertriebsinhalte erstellen und versenden, die den Kund:innen helfen, das Beste aus ihrem Produkt oder ihrer Serviceleistung herauszuholen. Wenn Sie den Kontakt zu wichtigen Stakeholder:innen bei Kundenaccounts aufrechterhalten − ob durch Anrufe, Kaffeetreffen, Mittagessen oder Kundenveranstaltungen − hilft das dabei, eine persönliche Bindung herzustellen.
3. Schaffen Sie Anreize, um bessere Beziehungen aufzubauen und Kund:innen zu halten, bei denen die Gefahr besteht, dass sie ihren Vertrag, ihr Konto oder ihr Abonnement kündigen. Auch hier können Vertriebsteams exklusive Upgrades oder andere Vorteile anbieten, damit diese Kund:innen nicht das Interesse verlieren. Je nachdem, welchen Grund die Kund:innen dafür angegeben haben, warum sie ihr Abonnement oder ihren Vertrag beenden möchten, kann dazu auch mehr Unterstützung in Form von Schulungen und Weiterbildungsangeboten gehören.
Wenn wir die 80/20-Regel auf den Vertrieb anwenden, bedeutet dies, dass 80 % der wiederkehrenden Umsätze eines Unternehmens von 20 % seiner Top-Kund:innen und -Accounts stammen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, diese wichtigen Kund:innen zu identifizieren und Strategien zu entwickeln, um sie zufriedenzustellen.
So können Vertriebsteams Treueprogramme und Anreize schaffen, um Kund:innen dazu zu bewegen, ihnen treu zu bleiben und im Laufe der Zeit mehr in die Produkte oder Serviceleistungen zu investieren.
Dazu gehören unter anderem:
1. Früher Zugang zu Beta-Versionen neuer Produkte und Serviceleistungen, die für Kund:innen besonders interessant sind. Wenn Sie Kund:innen bitten, neue Produkte oder Funktionen zu testen, fühlen sie sich wertgeschätzt und anerkannt.
2. Sonderrabatte bei Abnahme einer bestimmten Menge an Produkten und Serviceleistungen (z. B. 20 % Rabatt beim Upgrade auf Produkt X bis zum Datum Z oder 20 % mehr pro Monat).
3. Exklusive Einladungen zu Meetings und Veranstaltungen, um mit den CEOs oder Führungskräften eines Vertriebsunternehmens zu sprechen, Feedback zu geben oder mehr über die Branche zu erfahren.
4. Treuepunkte für die regelmäßige Nutzung von Produkten, Werbung für die Marke in sozialen Medien und andere Ausgabegrenzen, die für Sonderpreise oder Produkt-Upgrades eingelöst werden können.
Manchmal möchten B2B-Kund:innen wissen, welche Antworten ihre Kolleg:innen auf ihre wichtigsten Fragen zu Produkten oder Serviceleistungen haben. Eine Online-Community in einem Produktforum oder auf einer Social-Media-Gruppenseite aufzubauen und zu überwachen, bieten Produktuser:innen eine Plattform, auf der sie ihre Herausforderungen teilen und Einblicke in die kreativen Lösungen anderer erhalten können.
Aber auch für Produktentwicklungs- und Vertriebsteams ergeben sich dadurch zahlreiche Vorteile: Sie können so verfolgen, was ihre User:innen über das Produkt sagen, und neue Funktionen oder Lösungen identifizieren, um Kund:innen zu binden, die möglicherweise abwandern.
Vertriebsorganisationen können regelmäßig Net Promoter Score-(NPS)- oder offene Umfragen an ihre Bestandskund:innen senden, um herauszufinden, wer möglicherweise abwandern könnte. Wenn Kund:innen beispielsweise in einer NPS-Umfrage die Wahrscheinlichkeit, dass sie ein Produkt oder eine Serviceleistung Freund:innen weiterempfehlen würden, mit weniger als fünf von zehn Punkten bewerten, lässt das eher auf eine geringe Zufriedenheit mit Ihrem Angebot schließen. Das Gleiche gilt, wenn sie in einer offenen Umfrage einen verärgerten Kommentar hinterlassen.
Umfragen bieten kürzlich abgewanderten Kund:innen auch ein Forum, in dem sie erklären können, warum sie mit einem Produkt oder einer Serviceleistung so unzufrieden waren. Diese Informationen sind oftmals nicht unbedingt das, was Sie gerne hören möchten, helfen aber Vertriebsteams dabei, bessere Lösungen anzubieten. Außerdem geben sie wichtige Anhaltspunkte, die wiederum dafür genutzt werden können, um ehemalige Kund:innen zu kontaktieren, sobald neue Lösungen entwickelt wurden – mit dem Ziel, sie zurückzugewinnen.
Eine weitere Quelle für nützliche Informationen sind Online-Kundenbewertungen und Bewertungsseiten.
Sowohl negative als auch positive Bewertungen und Rezensionen liefern wertvolle Erkenntnisse, die Vertriebsorganisationen für sich nutzen können − ob es darum geht, mehr Kund:innen zu binden oder neue Lösungen zu entwickeln, um unzufriedene Kund:innen zufriedenzustellen, die ihr Produkte und ihre Serviceleistung ansonsten nicht mehr nutzen würden.
Folgen Sie unbedingt auch Top-Kund:innen auf Social-Media-Plattformen wie LinkedIn, um zu erfahren, was sie online über ihre Arbeit, Herausforderungen in der Branche oder häufig genutzte Produkte und Serviceleistungen teilen.
Vertriebsorganisationen können Relationship-Intelligence-Plattformen nutzen, um Einblicke in ihre bestehenden Accounts und ihren Kundenstamm zu erhalten und ihre Beziehungen so auszubauen und zu stärken. Mit diesen Tools können sie auch Kund:innen identifizieren, bei denen das Risiko besteht, dass sie aus dem Vertrag aussteigen und sich anderweitig umsehen.
LinkedIn Sales Navigator ist eine Relationship-Intelligence-Plattform, die hochwertige Echtzeit-Userdaten aus erster Hand in dynamische Insights über Kunden- und Account-Profile verwandelt − also genau das, worauf es im Vertrieb ankommt.
Darüber hinaus bietet es eine Vielzahl von Tools und Services, mit denen Vertriebsteams neue Kund:innen identifizieren, recherchieren und priorisieren können. So können sie Beziehungen zu den richtigen Personen aufbauen und pflegen. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie diese Relationship-Intelligence-Tools von LinkedIn nutzen können, um Kundenabwanderung zu verhindern oder zu reduzieren.
Kundenabwanderungen zu verhindern oder zu reduzieren, hilft Vertriebsorganisationen, ein langfristiges, nachhaltiges Umsatzwachstum zu erzielen.
Aus diesem Grund müssen sich Unternehmen die Zeit nehmen, die Bedürfnisse und Herausforderungen ihrer Kund:innen wirklich zu verstehen und gleichzeitig Möglichkeiten für einen offenen Kommunikationskanal zu schaffen, um konstruktives Feedback zu erhalten.
Die kontinuierliche Verbesserung von Produktfunktionen und Servicelösungen ist entscheidend, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Ebenso wichtig ist es, langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen und zu pflegen sowie die wertvollsten Kund:innen zu priorisieren, um ein höheres wiederkehrendes Umsatzwachstum zu erreichen.
LinkedIn Sales Navigator ist ein wertvolles Tool, mit dem Vertriebsteams Kund:innen recherchieren und gezielt ins Visier nehmen können, um persönliche Beziehungen zu ihnen aufzubauen. Sales Navigator kann Sie auch benachrichtigen, wenn ein Lead kürzlich den Job gewechselt hat, und Unternehmen mit hoher Fluktuation hervorheben, um darauf hinzuweisen, dass ein Account möglicherweise abwandern könnte.